Liebster Award

Juhu, ich bin für den Liebster Award nominiert worden, von der tollen Sylvi, die ja auch schon einmal für mich gebloggt hat. Sie schrieb mir einmal, ich sei auch dafür verantwortlich, dass es ihren Blog, moms favorites and more überhaupt gibt. Ach, da bin ich doch gern für verantwortlich.

Hier noch kurz, um was es eigentlich geht:

LiebsterAward.png

Wenn man für den Liebster Award nominiert ist, muss man eigentlich nur folgendes tun:

  1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat.
  2. Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat.
  3. Füge einen der Liebster-Blog-Award Buttons in deinen Post ein.
  4. Beantworte die dir gestellten Fragen.
  5. Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die du nominierst.
  6. Nominiere 5-11 Blogs.
  7. Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass du sie nominiert hast und verlinke von dort aus auf deinen eigenen Liebster Award Artikel.

Nun habe ich endlich Zeit, ihre 11 Fragen zu beantworte, die sie mir gestellt hat.

 1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich schreibe eigentlich schon immer total gern. Seit ich schreiben kann, habe ich Tagebuch geschrieben. Später in der Schule hatte ich dann mit fast allen Mädchen aus meiner Klasse Briefhefte, das war damals ja auch wie Tagebuch schreiben, nur eben mit Feedback einer anderen. Gedanken, die ich habe, zu verschriftlichen und danach mit anderen zu teilen, ist mir sehr wichtig und deshalb habe ich auch früh angefangen, verschiedene Blogprojekte zu starten. Ganz früher habe ich über artgerechte Tierhaltung von Kaninchen und Meerschweinchen geschrieben, später über ein Erinnerungsprojekt mit Senioren, das ich geleitet habe und als ich dann Mutter wurde, kam der erste Mamablog. Lange Zeit habe ich als Zweibeinerin den Blog Kinderkram und Campingküche geführt, auf dem ich über das Leben mit Kindern, Camping mit Kindern, aber auch über meinen christlichen Glauben und über gutes Essen geschrieben habe. Zunehmend bekam ich dann Lust, mich in die politische Debatte über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einzumischen. Zuerst habe ich das getan, indem ich für andere Blogs Gastbeiträge geschrieben habe, aber irgendwann wollte ich was eigenes versuchen. Ich habe dann schnell gemerkt, dass das eigentlich ziemlich anstrengend ist und dass es mich überfordert, zwei Blogs zu führen. Deshalb habe ich Kinderkram und Campingküche aufgegeben. Manchmal bereue ich das. Anderseits sieht man ja schon an Unvereinbarkeitsdebatte, dass ich es nicht mal schaffe, einen Blog regelmäßig zu befüllen. Mein Leben ist einfach sehr voll gerade, auch ohne Bloggerei.

2. Welche Themen stehen auf deinem Blog im Mittelpunkt?

Bei mir geht es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder eben besser gesagt um die Unvereinbarkeit dieser beiden Bereiche. Wobei Unvereinbarkeit etwas in die Irre führt. Denn es geht hier nicht darum, grundsätzlich zu sagen, dass man nicht arbeiten kann und eine Familie haben. Es geht nur darum, dass die derzeitigen Konzepte und die vorgelebten Leitbilder für ganz viele Familien nicht funktionieren und dass wir uns trauen müssen, das Thema vielfältiger zu denken.

3. Welche Blogs liest du am Liebsten?

Ich habe viele Blogs, die ich richtig gern mag. Natürlich lese ich, wie fast jede Bloggerin, die sich für Familie interessiert, bei berlinmittemom mit. Außerdem mag ich glücklichscheitern sehr gern und deinen neuen Stern am Bloghimmel Mom’s favorite und more verfolge ich auch. Zwei Lieblingsblogs, die ich seit vielen Jahren lese und die mir sehr am Herzen liegen, sind der Blog von Frau Smoorbaer und der wunderschöne Blog kreativberg, der zwischendurch mal geschlossen war und den es nun glücklicherweise wieder gibt.

4. Was ist dir bei der Erziehung deiner Kinder besonders wichtig

Ich möchte, dass meine Kinder irgendwann zu Menschen werden, die sich selbst gut kennen und als das, was sie sind, sicher im Leben stehen. Anders als viele Generationen zuvor, haben wir heute keine Ahnung, auf was für eine Welt und auf was für ein Leben wir unsere Kinder vorbereiten müssen. Wir wissen ja kaum noch, wie die Welt nächstes Jahr oder in fünf Jahren aussieht. Daher sind für mich die wichtigsten Dinge Offenheit, Neugierde, Toleranz und vor allem Selbstsicherheit – damit meine ich ein starkes Gefühl, meistern zu können, was auch immer in ihrem Leben auf sie zukommt. Zusätzlich sollen sie aber auch wissen, dass sie immer und egal mit was nach Hause kommen können und hier ein sicheres Nest haben und offene Arme. Ich bin ein großer Fan von Ritualen und kleinen Inseln im hektischen Familienalltag, von gemeinsamen Mahlzeiten und davon, das Leben mit der Großfamilie zu feiern. Ich hoffe, dass wir so genügend Liebe und Wärme geben, um eben dieses Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu erreichen. Ich selbst bin gläubig, den Grundstein dafür haben meine Mutter, aber vor allem auch meine Uroma und meine Großtante gelegt und es hat mir an vielen Stellen in meinem Leben sehr geholfen. Ich würde das gern auch meinen Kindern mitgeben und hoffe, dass sie dieselbe Kraft daraus ziehen können. Den Grundstein dafür versuche ich an verschiedenen Stellen zu legen, wir haben auch alle drei schon als Babys taufen lassen und sind öfter in und mit der Gemeinde unterwegs. Trotzdem ist mir bewusst, dass dies nur ein Angebot ist, das ich ihnen jetzt machen kann, aber dass es irgendwann sein kann, dass sie sich anders entscheiden.

Ach ja und ich bin eine von diesen gefürchteten AP, Langzeitstillen, Tragetuch und Familienbett Ökotussis ;-).

5. Wie stehst du zum Thema Nachhaltigkeit und wie setzt du dies in deinem Alltag mit Kind um?

Ich finde das ein sehr wichtiges Thema. Den beiden Großen erklären wir bereits einiges, besonders wenn es um Ernährung geht. Sie fragen mittlerweile auch viel, bspw. wo das Fleisch herkommt, dass wir essen, warum wir dieses oder jenes Produkt nicht kaufen und was wir sonst noch tun können, damit es unserem Planeten besser geht. Aber für mich gehört zu diesem Thema auch unbedingt der Bereich der sozialen Nachhaltigkeit. Der Begriff ist sehr vielschichtig. Mir geht es dabei tatsächlich darum, dass meine Kinder lernen, ihre Handlungen zu hinterfragen und zu schauen, was sie für anderen Lebewesen bedeuten. Wir sind uns bspw. einig darüber, dass wir keinen Zirkus besuchen, in dem Tiere gehalten werden, weil wir es nicht gut finden und wollen, dass es das irgendwann nicht mehr gibt. Außerdem kommt da wieder ins Spiel, was ich oben geschrieben habe – wir möchten unsere Kinder zu Toleranz und Offenheit erziehen und möglichst ohne Dogmen. Meine Kinder werden irgendwann einmal in meiner Gegenwart zünftig Scheiße schreien dürfen und von mir aus auch Arschloch, aber niemals Schwuchtel, Behindi oder Neger – denn letzteres ist Hatespeech und drückt eine Verachtung anderer Menschen aus und ich denke, dass es auch etwas mit sozialer Nachhaltigkeit zutun hat, so etwas gar nicht erst in den Wortschatz kommen zu lassen. Generell ist es so, dass wir unsere Kinder sehr viel an den teilhaben lassen, was in der Welt geschieht. Wir besprechen auch politische Themen mit ihnen und überlegen immer wieder, was wir tun könnten, zum Beispiel jetzt, wenn es um den Umgang mit Flüchtlingen geht. Ich hoffe, dass wir so ihr Verantwortungsgefühl für soziales Miteinander wecken und ihnen helfen, sich auf diese Weise zu entwickeln.

Und das klingt jetzt alles sehr perfekt – in Wirklichkeit scheitern wir ziemlich oft am Thema Nachhaltigkeit, leider.

6. Welches ist dein liebstes Kinderbuch und warum

Viele. Besonders wichtig ist mir aber seit einiger Zeit das Buch Leb wohl, lieber Dachs von Susam Varley. Wir lesen es sehr häufig und es hat besonders unserer Mittleren geholfen, das Unverstehbare, nämlich den Verlust eines geliebten Menschen, irgendwie einzuordnen und zu begreifen und in einen positiven Zusammenhang zu setzen.

 

7. Welches Buch hast du als letztes gelesen?

Die Hütte von William P. Young.

8. Was ist für dich Heimat?

Hier, da wo ich jetzt bin, das ist Heimat. Ich habe das große Glück, zufälligerweise wieder genau dort gelandet zu sein, wo ich einst gestartet bin, nämlich in Nordhessen. Das hatte ich für mich eigentlich immer kategorisch ausgeschlossen und durch viele Irrungen und Wirrungen und Fügungen ist es doch genau so gekommen. Ich bin ein Mensch mit viel Fernweh, aber in den letzten Jahren habe ich auch gemerkt, wie heimatverbunden ich bin. Ich habe hier meinen Clan, bestehend aus Oma, Onkels, Tanten, Cousinen, Cousins, mein Bruder und natürlich meinen Eltern und mittlerweile sogar die Schwiegermutter. Dazu kommen 1000 schöne und weniger schöne Erinnerungen an Orte, Menschen, Gerüche und Geschmäcker – und das alles zusammen ergibt ein wildes Potpourri – Heimat eben :-).

9. Was ist dein Lieblingsgericht?

selbstgemachte Pizza

10. Was macht dich glücklich?

Mein Leben  – das hört sich jetzt doof an, aber genau so ist es. Mein Leben, so wie es ist, macht mich sehr glücklich. Nicht, weil es in irgendeiner Weise perfekt wäre oder weil ich mit einem Dauergrinsen hindurch rennen würde, im Gegenteil. Gerade empfinde ich es als ziemlich anstrengend, mich an die Grenzen bringend und stark optimierungsbedürftig. Oft schimpfe oder jammere ich. Aber zum Glück habe ich immer wieder diese Momente, in denen mir klar wird, dass ich alles habe, was ich brauche und was ich jemals wollte. Das macht mich sehr glücklich, tief zufrieden, unwahrscheinlich dankbar und innerlich ruhig (was eine ziemliche Kunst ist, ich bin nämlich eigentlich eher ruhelos).

11. Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Hahaha – diese Frage stelle ich mir derzeit auch oft. Ich finde 10 Jahre eine echt weite Zeitspanne – mir fällt es schwer, mir nächstes Jahr vorzustellen. Ich möchte dann auf jeden Fall mehr arbeiten, als heute. Allerdings sehe ich mich auch in 10 Jahren noch als starke Begleiterin unserern Kinder, die vielleicht nicht mehr andauernd um sie rumschwänzeln muss, aber greifbar sein sollte und ansprechbar. Ich wäre gerne irgendwann entweder freiberuflich tätig oder in meiner jetztigen Tätigkeit so flexibel, dass ich diesem Anspruch gerecht werden kann und dabei trotzdem deutlich mehr Wochenstunden als jetzt mit arbeiten verbringen kann. Derzeit denke ich über eine Fortbildung nach, sollte ich mich dafür entscheiden, hoffe ich, dass ich in 10 Jahren auch in dem angestrebten Berufsfeld arbeite. Spannend finde ich die Frage, ob ich noch bloggen werde und ob überhaupt irgendwer noch bloggen wird, in 10 Jahren oder ob bloggen dann das ist, was für uns heute Foren sind, die gab es mal , gibt es auch irgendwo immer noch, aber das Leben findet doch eigentlich auf Facebook statt ;-).
Ach ja – und ich hoffe, dass ich in 10 Jahren häufig irgendein tolles Campinggefährt bepacke und viel reise und dass die Welt dann auch so ist, dass man sie bereisen kann und möchte. Und Ansage an meinen Mann – bei all dem sehe ich übrigens immer einen Hund neben mir herlaufen ;-).

 

So und nun bin ich dran, mir Fragen auszudenken:

1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

2. Was liebst du am Bloggen?

3. Was stört dich?

4. Um welche Themen geht es bei dir?

5. Welche Themen würdest du niemals mit deinen Lesern teilen?

6. Welche Blogs liest du gern

7. Welche Rolle spielen meine Themen – also die Vereinbarkeit von Beruf und Famile – in deinem Leben?

8. Woraus ziehst du Kraft für dich und dein Leben?

9. Welches Buch liest du gerade?

10. Was kochst du am Liebsten?

11. Was machst du meistens, wenn du nicht bloggst?

So und nun nominiere ich:

http://samea-tirza.blogspot.de/

http://forsthaus.blogspot.de/

http://kreativberg.blogspot.de/

http://www.giesen-familie.info/claudia/blog/

https://briedelblog.wordpress.com/

 

 

 

 

 

 

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One thought on “Liebster Award

  1. Pingback: April – oder ein Protokoll des Scheiterns | unvereinbarkeitsdebatte

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